Ich bin 48-jährig und arbeite als Handarbeitslehrerin. Seit Kurzem lebe ich in einer neuen Wohnung und in der Schule gab es Personalwechsel sowie Änderungen im Lehrplan. Neulich sind mir die Vornamen einiger meiner Schüler nicht mehr eingefallen. Ein andermal vergass ich ein Treffen mit einer Freundin, obwohl ich sehr zuverlässig bin und mir alle Termine notiere. All das verunsichert mich und ich möchte wissen, was ich in dieser Situation tun soll.
Unser Hirn als zentrales Steuerorgan reagiert sehr sensibel auf Druck oder Stress. Wie viel wir davon ertragen, ist individuell sehr verschieden. Sie beschreiben, wie sich Ihre Umgebung gerade verändert. Das kann sich auf Konzentration und Aufmerksamkeit auswirken. Fragen Sie auch Ihre Nahestehenden, ob sie Auffälliges beobachten. Um mit Stresssituationen besser umgehen zu können, kann Achtsamkeit, d.h. die Aufmerksamkeit bewusst und gezielt auf das «Hier und Jetzt» zu lenken, unterstützend sein.
Sie können Ihre Gehirnfunktionen allgemein durch Aktivitäten stärken, die Koordination erfordern, wie Tanzen, Schwimmen, Nordic Walking usw. Ihr Gehirn wird stimuliert, wenn Sie Neues lernen wie Sprachen, ein Musikinstrument oder eine neue Handarbeitstechnik. Achten Sie auf genügend Schlaf, pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte und bewegen Sie sich regelmässig. Ernähren Sie sich gesund und abwechslungsreich. Alles, was gut fürs Herz ist, ist auch gut fürs Hirn. Die Aktivitäten sollen Spass machen und anregend sein.
Wenn Sie nach einigen Monaten keine Verbesserung sehen, dann ist ein Besuch bei der Hausärztin oder dem Hausarzt zu empfehlen.

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