Anderen Betroffenen Mut machen und darüber informieren, was eine Demenz bedeutet, das ist für die Mitglieder der Arbeitsgruppe «Impuls Alzheimer» von Alzheimer Schweiz zentral. Sie alle sind selbst an Alzheimer oder an einer anderen Demenzform erkrankt und beraten Alzheimer Schweiz regelmässig bei Projekten. «Es ist wichtig, dass andere Betroffene wissen, dass sie nicht alleine sind», meint Thomas F*. Aus seiner früheren beruflichen Tätigkeit ist er sich den Umgang mit Medienschaffenden gewohnt. Als er für ein Interview angefragt wurde, nutzte er die Gelegenheit und erzählte gemeinsam mit seiner Partnerin, was für ein gutes Leben mit Demenz wichtig ist. 


Auch Markus S.* hat sich entschieden, seine Geschichte zu erzählen. Weil bisher erst wenige Personen in seinem Umfeld über die Diagnose informiert sind, trat er in einem Podcast ohne seinen wirklichen Namen, aber mit seiner Stimme auf. «Für mich war das Interview auch ein bisschen Therapie und ich bin sehr gespannt darauf, ob Bekannte mich erkennen und sich trauen, mich darauf anzusprechen», schmunzelt er.


Kurz nach der Diagnose wurde Christian Inniger angefragt, ob er bereit wäre, über seine Erfahrungen zu erzählen. Zusammen mit seiner Frau überlegte er sich dies in Ruhe und die beiden sagten schliesslich zu. Mehrmals trafen die beiden den Journalisten. Rund fünf Monate dauerte es bis zum druckreifen Artikel. «Wir wussten von Anfang an, dass kein Zeitdruck bestand. So konnten wir immer wieder reflektieren, was wir einbringen wollten, den Bericht mitgestalten und haben uns dazu auch mit unseren Kindern ausgetauscht», erzählt er. 


Für alle drei war die Medienarbeit eine gute und spannende Erfahrung. Denn für sie ist klar, dass Inklusion von Menschen mit Demenz vor allem auch eine informierte und sensibilisierte Gesellschaft benötigt. 
 

* Name der Redaktion bekannt


 

Mehr zur Arbeitsgruppe Impuls Alzheimer: alz.ch/impuls