Für Barbara Aebli von Alzheimer Graubünden ist klar, wie wichtig Sensibilisierung vor Ort und ein gutes Netzwerk in der Region sind. Der Anruf der Graubündner Sektion des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK), ob sie Interesse hätten, sich am kantonal unterstützten Projekt «Infobus» zu beteiligen, traf daher ins Schwarze. «Das Thema Demenz muss sichtbar sein und darf nicht unter den Teppich gekehrt werden.» Heute ist der Infobus bereits im zweiten Jahr unterwegs. Das Projekt «Infobus» besteht aus einem farbenfrohen Bus mit mobilem Infostand und mindestens drei Fachpersonen der beteiligten Organisationen. Ziel ist es, einen ganzen Tag lang in einer Gemeinde eine einfach zugängliche Beratung anzubieten.


Drei Organisationen – ein Ziel
Am Infobus arbeiten die kantonalen Sektionen dreier grosser Organisationen zusammen: Alzheimer, SRK und Pro Senectute. Die Fachgebiete sind klar und ergänzen sich ideal. Jede Organisation bringt ihre Kompetenz ein für ein umfassendes Angebot: für Altersfragen und Betreuung, für Angebote wie Notrufsysteme und für dieUnterstützung rund um Demenz. Diese Aufgabenteilung schafft Vertrauen im Miteinander. Barbara Aebli, Geschäftsleiterin von Alzheimer Graubünden, erklärt: «Der Infobus steht für die Sensibilisierung, auch im ländlichen Gebiet. Am Stand finden sich die Beratenden der jeweiligen Region, was Betroffenen bei einem Folgetreffen hilft, denn sie haben die Beratungsperson schon persönlich getroffen. Wer zu Hause zum Telefon greift, überlegt oft mehrmals, ob er wirklich anrufen soll. Am Infobus hingegen entsteht das Gespräch spontan und mit niedrigerer Hemmschwelle.» Die Präsenz wirkt: Seit dem Start des Infobusses im Frühling 2025 nehmen die Beratungen bei Alzheimer Graubünden zu. Barbara Aebli meint: «Wenn Menschen das Angebot einfach kennenlernen können, nutzen sie es auch.»