Das Wetter zeigte sich zu Beginn der Ferien eher von seiner grauen Seite, doch gerade das schenkte der kleinen Gruppe aus sieben Betroffenen, ihren Angehörigen und den Betreuenden die Gelegenheit, sich in aller Ruhe kennenzulernen. In einer entspannten Atmosphäre entstanden erste Gespräche und es entwickelte sich das Gefühl, willkommen zu sein.

 

Unterschiedliche Ausflüge

Am Mittwoch brach die Sonne durch die grauen Wolken – und damit begann ein erlebnisreicher Ausflugstag. Der Vormittag führte die Gruppe in die geschichtsträchtige Stadt Avenches. Am Nachmittag überraschte das Ferienleitungsteam die Teilnehmenden mit einer Kutschenfahrt. Der erfahrene Kutscher, mit einem Herz für Geschichten, unterhielt seine Mitreisenden mit spannenden und humorvollen Anekdoten aus der bewegten Vergangenheit der Region rund um Murten. Ein kleiner Fotohalt erlaubte es allen, die Beine zu vertreten und dabei den Blick über die zauberhafte Stadt Murten und ihren glitzernden See zu geniessen.
 

Ein weiteres Highlight war der ganztägige Ausflug zum Aussichtsturm des Chaumont in Neuenburg. Hoch oben genossen die Teilnehmenden das atemberaubende Panorama über die Weite des Seelands. Wer wollte, machte sich zu Fuss auf den Rückweg hinunter nach Neuenburg, während andere mit der Bahn zurückkehrten. Natürlich durften bei Ferien am Wasser auch eine Schifffahrt und ein Besuch im BirdLife-Naturzentrum «La Sauge» nicht fehlen.

 

Musikgenuss am Abend

Ein besonders bewegender Moment war das gemeinsame Musikhören. Musik, jene universelle Sprache der Seele, entfaltete während den diesjährigen Alzheimer-Ferien in Murten ihre ganze Kraft: Als der DJ bekannte Melodien auflegte, blühte selbst die zunächst zurückhaltendste Teilnehmerin förmlich auf und wollte an diesem Abend gar nicht mehr ins Bett.

 

Viele der Betreuenden brachten eine grosse Erfahrung in der Arbeit mit demenzbetroffenen Menschen mit – jedoch vor allem bei der Pflege von Menschen im höheren Alter. Diese Ferien machten deutlich: Betroffene, die vor Erreichen des Rentenalters an Alzheimer oder einer anderen Form von Demenz erkranken, stehen oft vor ganz anderen Herausforderungen. Doch auch hier zeigte sich, wie wichtig bei der Begleitung solcher Menschen Empathie, Geduld und ein offenes Herz sind.

 

Die Rückmeldungen der Teilnehmenden waren durchweg positiv. Sie fühlten sich im historischen Hôtel Murtenhof & Krone willkommen und gut umsorgt. Auf die Frage, ob ihnen etwas gefehlt habe, antwortete ein Teilnehmer augenzwinkernd: «Zwei Paar Socken… aber nein, nein – das war nur ein Witz!»