«Heute bin ich zu Besuch bei einem Spielnachmittag von Alzheimer Valais-Wallis – ein neues Angebot für Menschen mit Demenz und ihre Nahestehende. Empfangen werde ich von Anne Klingele, Fachmitarbeiterin für das französischsprachige Wallis. Während wir auf die Teilnehmenden warten, erklärt sie mir den Ablauf. Unterstützt wird sie dabei von einer freiwilligen Begleitperson.»
 

Das Angebot verfolgt mehrere Ziele:

  • Angehörige können gemeinsam mit ihrem erkrankten Familienmitglied eine unbeschwerte Zeit verbringen
  • Der Austausch mit anderen soll ermöglichen, neue Kontakte zu knüpfen
  • Durch das Spiel entsteht eine alternative Form der Kommunikation. Es fördert den Ausdruck, ermöglicht Entscheidungen und kann helfen, wenn Worte fehlen – sei es im Alltag zu Hause, bei wiederholten Fragen oder einfach zur gemeinsamen Beschäftigung
     

Im Nebenraum liegt bereits eine Auswahl an Spielen bereit. Sie können zu zweit, in der Gruppe oder auch allein gespielt werden. Die Spiele wurden so gewählt, dass sie unterschiedliche Fähigkeiten anregen – kognitive (Abstraktion, Farberkennung, Assoziationen), physische (Koordination, Gleichgewicht, Geschicklichkeit), sprachliche (Verstehen, Sprechen) und psychosoziale (Entscheidungen treffen, verhandeln, Emotionen ausdrücken, zusammenarbeiten).

Heute werden sechs Personen erwartet: zwei Paare sowie eine Mutter mit ihrer Tochter, die zum ersten Mal dabei sind.

Nach der Begrüssung erkundigt sich Anne Klingele, welche Spiele den Teilnehmenden vertraut sind und welche sie gerne spielen. Die meisten nennen klassische Kartenspiele. Anne stellt die Spiele vor, die zur Auswahl stehen – die Möglichkeit, selbst zu wählen, zieht sich wie ein roter Faden durch den ganzen Nachmittag.