Oft wirkt sich die Demenzerkrankung vor allem in der fortgeschrittenen Phase auf die Funktion der Harnblase, seltener auf den Darm aus. Eine Reihe von Tipps und Hilfsmitteln erleichtert es allen Beteiligten damit umzugehen.

Im frühen Stadium ist die demenzerkrankte Person selten inkontinent. Später schafft sie es oft nicht mehr rechtzeitig zur Toilette, obwohl sie noch gut spürt, wann sie dorthin muss: etwa Licht nachts anlassen, farbige WC-Brille. Während des «Geschäfts» erleichtert beispielsweise laufendes Wasser das Urinieren. Kann die oder der Demenzerkrankte den Harn- oder Stuhldrang nicht mehr mitteilen, können Betreuende auf Hinweise achten und die Person rechtzeitig auf die Toilette begleiten.

Sehr wichtig ist bei Inkontinenz die persönliche Hygiene – also Waschen nach dem Vorfall und saubere Kleidung. So lassen sich etwa Hautreizungen oder -entzündungen vermeiden. Auch unterwegs empfiehlt es sich Wechselkleidung dabei zu haben.

Wird die Inkontinenz zu einem dauerhaften und belastenden Problem, können Produkte zum Inkontinenzschutz das Leben sowohl der demenzerkrankten Person als auch ihrer Betreuungspersonen vereinfachen: Sie helfen beim Reinigen und beim Beseitigen der Gerüche. Es gibt etwa Hilfsmittel, wenn der Toilettengang in der Nacht nicht mehr möglich ist. Und tagsüber bietet die breite Palette an Einlagen eine Lösung.

Diese Produkte sind nicht günstig. Wird von der Ärztin, vom Arzt oder von der Ärztin eine mittlere, schwere oder totale Inkontinenz diagnostiziert, übernimmt die obligatorische Krankenversicherung bis zu einem festgelegten Maximalbetrag die Kosten. Achten Sie darauf, dass Sie die Produkte in einer Apotheke oder einem anerkannten Sanitätsgeschäft kaufen.