Nachdem ich selbst zunehmend wahrgenommen hatte, dass etwas mit mir nicht stimmte, und ein über Nacht vergessenes Gespräch mir dies unmissverständlich vor Augen geführt hatte, suchte ich 2024 meinen Hausarzt auf. Ich erklärte ihm, dass ich mich vermeintlich auf dem Weg in ein Burnout befand. Nach einigen sinnvollen, jedoch unauffälligen Tests und Laborabklärungen meldete er mich für weitere Untersuchungen in der zentrumsnahen Neurologie an.
 

Da die dort durchgeführten, umfangreicheren neurologischen Abklärungen ebenso kein klares Resultat lieferten, sprach ich mich für eine Lumbaluntersuchung aus. Ich wollte wissen, was sich in meinem Körper nicht gut anfühlte. Nach einer längeren Wartezeit auf die ausstehenden Resultate traf die Diagnose meinen Mann und mich umso heftiger. Ich war nicht an einem Burnout, sondern an Frühdemenz Typ Alzheimer erkrankt und bin somit nach dem noch aktuellen medizinischen Wissensstand unheilbar krank. Eine niederschmetternde Diagnose und dies mit gerade mal 55 Jahren. Erschwerend dazu kam leider auch noch der spezielle Typ des doppelten Apo E4, welcher eine mögliche Behandlung noch um einiges schwieriger macht. 
 

Dank den Abklärungen haben meine festgestellten Probleme betreffend Stress und Vergessen zwar nun wenigsten einen Namen erhalten, wenn auch einen sehr unangenehmen. Denjenigen einer lebensverändernden Diagnose! 
 

Sowohl ich als auch mein Mann haben damit unseren gemeinsamen «Lebensplan» so ziemlich aus den Augen verloren. Wir wollten doch eigentlich zusammen «alt» werden und dereinst unsere Pension geniessen.