Soziale Kontakte sind mir wichtig. Das ist auch der Grund, weshalb ich seit einem Jahr in einer kleinen, barrierefreien Zwei-Zimmer-Wohnung in Thun lebe – und das bereits vor der Demenz Diagnose.
Es sind Begegnungen mit den Menschen die mir viel bedeuten und mir Halt und Struktur geben. Dass es im Haus einige B&B Zimmer hat, ist besonders praktisch für auswärtige Besucher.
Unter dem Motto «alles an einem Ort» habe ich mich von den vielen kleinen Zettelchen verabschiedet und mir ein Ringheft angelegt – praktisch, weil man auch mal eine Seite herausreissen kann. Ich benutze es von beiden Seiten. Der Titel auf der einen Seite: «Telefon & Pendenzen». Hier notiere ich die Telefonnummern meiner Lieblingsmenschen – Familie, Freunde, Ärztinnen und Ärzte sowie wichtige Kontakte aus dem Haus. Sollte ich mein Handy verlieren, habe ich wenigstens die Nummern griffbereit.
Der Titel der anderen Seite: «Namen & Alltagssituationen». Hier liste ich die Namen der Menschen aus meinem Umfeld auf, mit kurzen Notizen zur Orientierung: Franziska im Rollstuhl, 3. Stock. Rolf – hört schlecht. Mia – sehr kreativ. So fühle ich mich sicherer, selbst wenn mir Namen manchmal entgleiten.
Besonders hilfreich ist für mich die Auflistung von herausfordernden Alltagssituationen. Zum Beispiel, wenn mir plötzlich entfällt, wie ich einen WhatsApp-Status erstellen kann oder wie ich einfache Berechnungen in Excel durchführe. Die Lösungen schreibe ich gleich dazu, oft in einer anderen Farbe, um den Überblick zu behalten. Auch eine kurze Anleitung, wie ich den Computer starte und zu meinen Daten gelange, steht im Ringheft.
Leider war auch die digitale Datenablage nicht konsequent. Nun kontrolliere ich alles und erkläre in meinem Notizheft die Logik des Ablagesystems im PC. Eine Liste der Passwörter ist ebenfalls vorhanden. Ich hoffe, dass es mir so gelingt, noch lange selbstständig den Computer zu nutzen.

