Mit der Zulassung von Donanemab im Februar 2026 steht in der Schweiz erstmals eine medikamentöse Therapie zur Verfügung, die nachweislich in den Krankheitsverlauf der Alzheimer-Krankheit eingreifen und dessen Fortschreiten verlangsamen kann. 

Im Webinar «Neue Alzheimer-Therapie: Chancen & Hürden», das Alzheimer Schweiz am 15. September 2026 im Auftrag der Nationalen Plattform Demenz durchgeführt hat, wurden die Chancen und Grenzen dieser neuen Behandlungsform vorgestellt. 

Dr. Ansgar Felbecker erläuterte die Wirkweise von Donanemab sowie die Voraussetzungen für eine Behandlung. Im Fokus standen die sorgfältige Auswahl geeigneter Patientinnen und Patienten, mögliche Nebenwirkungen sowie die Anforderungen an Diagnostik und Therapiebegleitung. Zudem betonte er, dass eine gute Alzheimer-Behandlung weit mehr als Medikamente umfasst und unbedingt auch nichtmedikamentöse Ansätze sowie psychosoziale Unterstützung einschliesst. 

Dr. Beatrice Bolinger erläuterte die Prozesse der Arzneimittelvergütung in der Schweiz und zeigte auf, welche Herausforderungen die Beurteilung neuer Alzheimer-Therapien hinsichtlich Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit mit sich bringt. 

Das Webinar machte deutlich, dass diese neue Therapieform einen wichtigen Meilenstein in der Alzheimer-Behandlung darstellt und den Weg für weitere Fortschritte in Therapie & Forschung ebnet. 

Die Referierenden: 

Dr. med. Ansgar Felbecker, Facharzt FMH Neurologie und CEO der Gemeinschaftspraxis «Neuro im Zentrum» in St. Gallen, ehemaliger Präsident der Swiss Memory Clinics  
Dr. Beatrice Bolinger, Eidg. dipl. Apothekerin, Co-Leiterin Sektion Arzneimittelaufnahmen Immunologika und weitere, Abteilung Arzneimittel Krankenversicherung, Direktionsbereich Kranken- und Unfallversicherung, Bundesamt für Gesundheit 

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