Zur Behandlung von Demenzerkrankungen werden nicht nur neue Medikamente entwickelt, sondern der Einsatz von bestehenden Wirkstoffen überprüft. Verschiedene Studien scheinen zu zeigen, dass gewisse bestehende Medikamente und Impfungen bei Demenz eine positive Wirkung aufweisen. In letzter Zeit sind Medienberichte erschienen, die einen Zusammenhang zwischen einer Impfung oder einem Medikament und einem verminderten Demenzrisiko herstellen. Zu folgenden Produkten wurden Forschungsergebnisse publiziert: 

  • Impfungen gegen Gürtelrose (Herpes Zoster) und gegen das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV)sollen das Risiko senken, an Demenz zu erkranken. Unklar ist jedoch, wie wichtig dabei der Impfverstärker (Adjuvans) AS01 ist.
  • Auch der in Diabetes- und Abnehm-Spritzen verwendete Wirkstoff Semaglutid soll gegen Demenz wirken.
  • Lithiumcarbonat, welches vor allem bei bipolaren Störungen zum Einsatz kommt, kann eventuell alzheimerbedingte Plaques binden und Lithiumorotat kann die Gedächtnisleistung verbessern. 

Aus wissenschaftlicher Sicht kann bislang ein Zusammenhang zwischen diesen Medikamenten und einer demenzvorbeugenden Wirkung bisher weder ausgeschlossen noch bestätigt werden. Dazu ist jedoch weitere Forschung nötig.

Stand: Dezember 2025