Wenn eine Demenz diagnostiziert wird, stellen sich für Betroffene und Angehörige eine Vielzahl von Fragen. Es gibt wichtige Dinge, die man möglichst rasch in Angriff nehmen sollte. Einen Überblick dazu gibt Ihnen unsere Checkliste.


Rechtliche Fragen klären – solange Urteilsfähigkeit gegeben ist

  • Vorsorgeauftrag (wer soll später Entscheidungen für mich treffen?)
  • Patientenverfügung (welche medizinischen Behandlungen möchte ich, wer ist meine Vertretungsperson?)
  • Generalvollmacht erstellen
  • Vollmachten Bank, Post erstellen/prüfen
  • Anordnungen für den Todesfall/Testament
  • Autofahren, Fahreignung mit dem Arzt/der Ärztin klären
  • Haftpflichtversicherung abschliessen/überprüfen
  • Versicherung für Hörgeräte, Brillen, Cyberversicherung etc. abschliessen/überprüfen (Zusatz zu Hausratversicherung)


Hilfe und Entlastung nutzen


Finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten nutzen

  • Hilflosenentschädigung
    Für Menschen, die bei alltäglichen Dingen wie Essen oder Anziehen Hilfe brauchen (unabhängig vom Einkommen und Vermögen, Hilflosigkeit muss mind. ein halbes Jahr gedauert haben)
  • Assistenzbeitrag der IV
    Für Personen vor dem Pensionsalter, die zu Hause wohnen und Hilfe brauchen. Voraussetzung: Anspruch einer Hilflosenentschädigung.
  • Betreuungsgutschriften
    Für Angehörige (vor AHV-Alter), die eine pflegebedürftige Person betreuen.
  • Anstellung als pflegende Angehörige
    Caritas Schweiz bietet die Möglichkeit, pflegende Angehörige anzustellen
  • Ergänzungsleistungen
    Insbesondere bei hohen Krankheitskosten oder beim Heimeintritt
  • Hilfsmittel
    Inkontinenzmaterial wird mit einer Verordnung durch Krankenkasse bezahlt; Hilfsmittel-Liste der AHV prüfen (Hörgeräte, Rollstühle etc.)
  • Spezielle Angebote: SBB-Begleit-Abo / Eurokey (Zugang zu speziellen Toiletten und Liften)


Behandlungsmöglichkeiten mit dem Arzt/der Ärztin besprechen

  • Medikation regelmässig mit dem Arzt/der Ärztin besprechen
  • Therapien (ärztlich verordnet): Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie (Krankenkassenbeteiligung prüfen)
  • Gesundheitschecks: Regelmässige Kontrolle von Zahngesundheit, Augen und Ohren
  • Alternative Therapien: Musik-, Mal-, Licht- und Farbtherapie, Massagen, Aromatherapie etc. 


Für die eigene Gesundheit sorgen (Angehörige) 

  • Pausen einplanen: Unterstützung suchen und annehmen
  • Entspannungsmethoden lernen: z.B. über online-Angebote
  • Gesund bleiben: Regelmässige Arztbesuche und psychologische Hilfe 


Wir sind für Sie da!
Information und Beratung - Gesprächsgruppen
für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen


Infostelle Demenz
Telefon: 041 210 82 82
E-Mail: info(at)demenz-lu.ch
 

Weitere Informationen finden Sie auf den Websites von: