Erkrankt Oma oder Opa an Demenz, verändert sich der Alltag – und zwar für alle, auch für die Kleinsten. Zwar können jüngere Kinder mit Begriffen wie Demenz oder Alzheimer noch nicht viel anfangen, sie spüren aber sehr genau, wenn sich die Atmosphäre zu Hause verändert: wenn Erwachsene gereizter reagieren, Gespräche angespannter werden oder ein Elternteil traurig wirkt.
Kinder beobachten solche Veränderungen aufmerksam. Wenn ihnen keine Erklärungen angeboten werden, entwickeln sie häufig eigene Vorstellungen. Nicht selten entsteht dabei auch die Annahme, sie selbst könnten etwas mit der Situation zu tun haben oder daran schuld sein. Umso wichtiger ist ein offener, altersgerechter Umgang mit dem Thema.
Wie betroffene Familien mit Kindern im Vorschul- und Primalschulalter offen mit dem Thema Demenz umgehen können, finden sie im neuen Flyer «Mit Kindern über Demenz sprechen» und im gleichnamigen Leitfaden, welche Alzheimer Zürich in enger Kooperation mit der Plattform Mäander lanciert hat*.
Veranstaltungsreihe in der Bibliothek Egg
Rund um den Welt-Alzheimer-Tag vom 21. September 2026 findet in der Bibliothek Egg zum Thema zudem eine Veranstaltungsreihe für die ganze Familie statt:

- Den Auftakt macht ein Vortrag am Donnerstagabend, 17. September 2026, ab 18.30 Uhr:
Nina Wolf von Alzheimer Zürich und Martina Hersperger von der Plattform Mäander zeigen Eltern, Grosseltern und anderen Interessierten, was eine Demenzerkrankung für Betroffene bedeutet, wie Angehörige einfühlsam begleiten können – und wie sich das Thema auch gegenüber Kindern ansprechen lässt. Ein Apéro rundet den Abend ab.
- Der Samstagnachmittag, 19. September 2026, ab 14.00 und ab 15.30 Uhr gehört ganz den Kindern:
In zwei Durchgängen lauschen sie, gemeinsam mit Eltern, Grosseltern, Gotte oder Götti, der Kinderbuchautorin Katrin Hofer Weber, die auf unbeschwerte Art über Demenz zu erzählen weiss. Für den Zvieri ist gesorgt.
Gemeinsames Projekt «Kinder und Demenz»
* Beide Anlässe sind Teil des neuen Projekts «Kinder und Demenz», das Alzheimer Zürich gemeinsam mit der Stiftung Plattform Mäander entwickelt hat. Ziel ist es, Demenz in Familien, Schulen und der Öffentlichkeit zu enttabuisieren und Kindern einen altersgerechten Zugang zum Thema zu ermöglichen.
Auch Erwachsene profitieren, wenn sie sich Unterstützung holen – denn wer selbst gut begleitet ist, gibt diese Ruhe an die Kinder weiter.

