Empfehlung von Alzheimer Schweiz | 18.11.2021

Damit die Ansteckungen mit dem Coronavirus nicht weiter steigen, ist es wichtig, die Vorsorgemassnahmen zu befolgen: Impfen (seit 15.11.2021: ist eine Booster-Impfung möglich), Maske tragen, Abstand halten, Innenräume lüften und Hände waschen/desinfizieren. Angebracht ist weiterhin, Händeschütteln und Umarmungen möglichst zu vermeiden sowie sich bei Krankheitssymptomen testen zu lassen und sonst zuhause bleiben.

Booster-Impfung erhöht Impfschutz

Die doppelte Impfung schützt zu einem grossen Teil vor einem schweren Krankheitsverlauf. Bei Menschen, deren Antikörperzahl gesunken ist, verbessert eine 3. Dosis den Impfschutz wieder. Seit Anfang November ist auch in der Schweiz eine solche Booster-Impfung möglich. Diese dritte Impfung ist erhältlich, wenn die letzte Impfung mindestens sechs Monate zurück liegt. Aktuell wird sie vorerst nur für Menschen ab 65 sowie für «besonders gefährdete» Menschen ab 14 Jahren angeboten. Je nach Kanton ist das Vorgehen unterschiedlich: Booster-Impfungen sind in Impfzentren und teilweise bei Hausärzten oder in Apotheken möglich. Am besten erkundigen Sie sich bei Ihrem Kanton.

Bekannte Massnahmen wieder anwenden

Die Ansteckungen mit COVID-19 nehmen unter anderem zu, weil die aktuelle Corona-Variante Delta ansteckender ist als die vorherigen Varianten. Zudem hält man sich in der kalten Jahreszeit vermehrt in Innenräumen auf. Dort steigt die Gefahr, über winzige Schwebeteilchen (Aerosole) in der Luft Corona-Viren einzuatmen. Deshalb lohnt es sich, die bekannten Massnahmen wieder verstärkt einzuhalten: Befinden sich viele Menschen in einem Raum auf, diesen regelmässig stosslüften. Maske korrekt über Nase und Mund tragen und auch vermehrt dort aufsetzen, wo man nur mit einem Zertifikat Zutritt hat, wie z.B. im Kino. Kontakte reduzieren und Menschenmassen nach Möglichkeit vermeiden, z.B. weder zu Stosszeiten einkaufen noch dann die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen.

Da das Corona-Virus auch über Tröpfchen übertragen wird, immer in ein Taschentuch oder die Armbeuge niesen/husten. Nach Aussenkontakten die Hände mit Seife waschen oder desinfizieren. Auf Hände schütteln und Küsschen möglichst verzichten.

Lieber vorsichtig bleiben und bei Krankheitssymptomen einen Test machen lassen. Dieser ist kostenlos in einem Testzentrum, im Spital, in der Apotheke oder in der Hausarztpraxis möglich. Adressen sind hier zu finden.

Corona und Menschen mit Demenz

Die letzten Monate haben gezeigt, dass demenzbetroffene Menschen ein fast zweimal höheres Risiko für eine COVID-19-Erkrankung aufweisen als gleichaltrige nicht-demenzerkrankte Personen. Gleichzeitig sind die Corona-Massnahmen für Menschen mit Demenz oft schwer verständlich. Insbesondere das Tragen einer Maske ist für sie schwierig. Deshalb bietet Alzheimer Schweiz eine Karte für Menschen mit Demenz sowie ihre Begleitpersonen. Die Karte können Sie z.B. der Zugkontrolleurin, den Mitfahrenden oder auch in Geschäften zeigen. Die Karte ist kostenlos und über unseren Web-Shop erhältlich.

Hier finden Sie die offiziellen Informationen zu Übertragung, Symptomen, Hygiene- und Verhaltensregeln. 

Am besten schützen Sie Ihre von Demenz betroffenen Angehörigen, wenn Sie sich impfen lassen und die Hygieneregeln einhalten. Damit tragen wir alle dazu bei, dass Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen weiterhin auf Angebote wie Tageskliniken oder Besuchsmöglichkeiten in Pflegeheimen zählen können. Herzlichen Dank!

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Seite zum Coronavirus.

Bei Fragen zum Umgang mit Menschen mit Demenz helfen wir gerne weiter: Alzheimer-Telefon (058 058 80 00