Schwierigkeiten in der Kommunikation gehören zu den grössten Belastungsfaktoren im Zusammenleben von Angehörigen und demenzkranken Menschen. In einer Studie der Berner Fachhochschule lernen Angehörige neue Kommunikationsformen kennen und anzuwenden. Verbessert sich die Kommunikation, so verbessert sich auch die Lebensqualität und das Zusammenleben.

Im Rahmen von 12 zweistündigen Treffen (in Bern) in einer Gruppe von Angehörigen von Menschen mit einer Demenzerkrankung lernen die Teilnehmenden neuartige Grundregeln und Instrumente der Kommunikation im Zusammenleben mit Menschen mit Demenz kennen und anzuwenden. Dazu gehören Antworten auf Fragen wie:

  • Das Erleben der an Demenz erkrankten Menschen: Was sind ihre Freuden und Leiden, Sorgen, Ängste und Bedürfnisse? Was brauchen sie, um sich sicher und vertraut zu fühlen?
  • Das Erleben der Angehörigen von Menschen mit Demenz: Was sind ihre Freuden und Leiden, Sorgen, Ängste und Bedürfnisse im Zusammenleben mit dem demenzkranken Menschen?
  • Wohlbefinden im Alltag: Wie können Situationen geschaffen werden, in denen trotz Demenz positive Gefühle gefördert, Konflikte gelöst, gegenseitiges Interesse geweckt und Gemeinsamkeiten gestärkt werden?
  • Zuhören und Aufnehmen der Eigensprache: Welche Worte des demenzkranken Menschen wirken wie Schlüssel zu seinen Fähigkeiten und Ressourcen? Wie können sie in der Kommunikation verwendet werden, um das Selbstwertgefühl zu stärken und die Kooperationsbereitschaft zu fördern?
  • Berühren und bewegen: Wie können über Berühren und Bewegen Sicherheit vermittelt und Körperwissen aktiviert werden, gerade wenn Worte fehlen oder fehl am Platz sind?

Die Schulungsreihe startet am 10. August 2021 und geht bis 30. November 2021.
Sie findet im Berner Generationenhaus (neben dem Bahnhof Bern) statt.

Wenn Sie Interesse haben und mehr erfahren wollen, melden Sie sich bitte - bis Mitte Juni - bei :

Silvia Manser, Alzheimer Bern
Koordinatorin
silvia.manser(at)alz.be
Tel. 077 523 22 13

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