Haben Sie schon einmal darauf geachtet, wenn sie etwas zu ihrem an einer Demenz erkrankten Angehörigen sagen, WIE sie es sagen? In welchem Ton, mit welchem Gefühl, in welcher Körpersprache, Mimik, Gestik? Diese Form von Kommunikation kommt nämlich ungefiltert an, drum sollten wir ihr mehr Aufmerksamkeit schenken.

Es ist bekannt, dass sich die kognitiven Leistungen im Verlauf einer Demenz, ob Alzheimer oder einer anderen Demenzform, generell verschlechtern. Sowohl das Erinnerungs- als auch das Denkvermögen sowie das vorausschauende, logische Denken nehmen oftmals ab. Was jedoch lebenslang erhalten bleibt, ist das Fühlen, wobei die seltene Demenzform der Frontotemporalen Demenz hier differenziert betrachtet werden müsste.

Versuchen Sie einmal darauf zu achten, WIE Sie mit ihrem an Demenz erkrankten Angehörigen sprechen. Versuchen Sie vorher Ihren Kopf von Sorgen und Terminen zu leeren, und begeben Sie sich ganz in den gegenwärtigen Augenblick der Begegnung. Nur dann haben Sie die Chance überhaupt zu merken, in welchem Tonfall, mit welchen Gedanken und mit welchen Worten Sie kommunizieren, und welche Auswirkungen das auf Ihr Gegenüber hat. 
Probieren Sie Verschiedenes aus und schauen Sie, wie sich vielleicht sogar ihre Beziehung entspannt oder verändert. Die Erfahrung mit Angehörigen hat gezeigt, dass eine achtsame Kommunikation durchaus Wirkung hat. Wir freuen uns über Rückmeldungen zu Ihren Erfahrungen. > natalie.hamela@alz.ch.

Zur Inspiration anbei ein neuer Sprachleitfaden,
zusammengestellt von allen deutschsprachigen Alzheimer Organisationen, darunter Alzheimer Schweiz.